Zum Beispiel Gynäkologen

Stellen für Gynäkologen in deutschen Krankenhäusern sind kaum noch zu besetzen, schon gar nicht im assistenzärztlichen Bereich. Das gilt selbst für die meisten Personen, die mit einem Facharzttitel nach Deutschland kommen oder gern kommen würden, den sie in ihrem Heimatland erworben haben.

 

Soweit überhaupt Nachfrage nach Gynäkologen besteht, richtet sie sich auf Personen mit fachärztlicher Qualifikation, die Spezialkenntnisse mitbringen, besonders in der minimal-invasiven Chirurgie. Die meisten, auch hochqualifizierten Kollegen mit breiter Erfahrung, die aus dem Ausland zu uns kommen, hatten in ihren Heimatländern aber in der Regel wenig Gelegenheit, sich darin zu üben. Fachärzte der Gynäkologie, die das NICHT können, gibt es in Deutschland aber schon genug.

 

Die gefragteste Schwerpunktbezeichnung in der Gynäkologie ist die ‚Gynäkologische Onkologie'.

 

Geburtshelfer sind vor allem dann gefragt, wenn sie die Schwerpunktbezeichnung ‚Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin’ mitbringen. Exakte Entsprechungen dazu gibt es jedoch selbst in EU-Ländern nur vereinzelt. In der Mehrzahl der Fälle ist es wirklich hilfreich, diese Schwerpunktbezeichnung in Deutschland zu erwerben bzw. erworben zu haben.

 

Die Schwerpunktbezeichnung ‚Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin’ spielt in Deutschland klinisch fast nur in Universitätskliniken und wenigen spezialisieren Zentren eine Rolle. Ansonsten finden sich Weiterbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Reproduktionsmediziner in Deutschland fast nur im ambulanten Bereich. Das ist kein Erscheinung der neueren Zeit, das war und ist hierzulande schon seit Jahrzehnten so.

 

Auch für die Gynäkologie gilt:
Die Nachfrage nach Gynäkologen aus dem Ausland hat sich praktisch vollständig in den ambulanten Bereich hinein verschoben. Personen, die als Fachärzte für Gynäkologie aus ihrem Heimatländern zu uns kommen, können wir - wenn überhaupt - Stellen in der Niederlassung anbieten - besonders in ländlichen Gebieten.